Pflanzenkläranlage Lottersberg

Funktionsweise von Pflanzenkläranlagen

Die durch den Kanal zur Anlage beförderten Abwässer werden vorerst in einer Dreikammeranlage mechanisch vorgereinigt.

Die Vorreinigung erfolgt durch Absetzung der Feststoffe. Durch diese Maßnahme wird ca. 1/3 der Schmutzfracht zurückgehalten und es entsteht ein trübes von Feststoffen freies Abwasser.

Dieses vorgereinigte Abwasser fließt in einen Beschickerschacht und wird von dort je nach vorhandenem Höhenunterschied entweder mechanisch (ohne Fremdenergie) oder mittels Pumpe vier mal pro Tag auf das Pflanzenbeet oberflächlich aufgebracht.

Die Aufbringung erfolgt über ein Verteilersystem (gelochte Rohre) das wie eine Giesskanne wirkt. Beim Durchsickern des Bodenkörpers, der aus verschiedenen Sanden und Kiesen aufgebaut ist, werden die Wasserinhaltsstoffe von den auf der Oberfläche der Sandkörner sitzenden Mikroorganismen aufgenommen und abgebaut.
Das Schilf deckt mehrere Funktionen ab. Es nimmt zum einen ebenfalls Nährstoffe auf, die Reinigungsleistung im Vergleich zum Bodenkörper ist jedoch geringer.
Es versorgt den Bodenkörper mit dem für die Mikroorganismen notwendigen Sauerstoff und lockert diesen durch die Bewegungen, die der Wind verursacht. Ungefähr ein Viertel des jährlich anfallenden Wassers wird durch das Schilf verdunstet.

Die Funktion des Bodenkörpers ist den natürlichen Reinigungsprozessen im Boden nachempfunden, verläuft allerdings konzentrierter und kontrolliert in einem geschlossenen System.
Das im Bodenkörper gereinigte Wasser verlässt die Anlage über ein Drainagesystem durch einen Kontrollschacht und kann so dem natürlichen Umfeld wieder zurückgegeben werden.

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Illustration Walter Fröhlich

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